Essen und Trinken


Mögen Sie auch so gerne auf Ihrem Frühstücksbrötchen Quark unter ihrer Marmelade? Dann lassen Sie sich nicht mit Hüttenkäse abspeisen (wenn auch lecker), sondern suchen Sie im Kühlregal in der Nähe von saurer Sahne und Milch nach “Kesella“ – da steht auch “kvarg“ drauf!

Brot ist leider oft noch süß und weich. Es ist aber wirklich besser geworden. Es gibt inzwischen viele Vollkornprodukte (“fullkorn“), meistens auch ungesüßt (“osötat“), und am Backstand finden Sie mehr und mehr frisch gebackene Brote, die an “zu Hause“ erinnern!

Bioprodukte erkennen Sie an der Beschreibung “krav“ oder “ekologisk“. Es gibt sie zunehmend in Supermärkten. Vorsicht: “bio“ heißt “Kino“ auf Schwedisch!

“Richtigen“ Alkohol gibt es hier nur im Systembolaget, aber das schwedischen Leichtbier mit bis zu 3,5 % (“lättöl“ oder “folköl“) und auch alkoholfreies Bier und leichten Cidre finden Sie in der Getränkeabteilung des Supermarktes.

Hier in der Kleinstadt ist es immer noch so, dass die Bewohner gerne die vielfältigen und günstigen Mittagstische (“dagens rätt“ = Tagesgericht), die alle Restaurants anbieten, nutzen, aber eher selten abends Essen gehen. Auch das gemütliche Kaffeetrinken und Kuchenessen setzt sich erst langsam durch. Das ist schade, denn es gibt hier sehr leckeren Kuchen und riesige, köstliche Muffins und der schwedische Kaffee schmeckt auch immer gut!

In allen öffentlichen Gebäuden und damit auch Restaurants, Kneipen und Cafés ist das Rauchen verboten. Da in Schweden nicht so viel geraucht wird, sondern mehr gesnust, gibt es trotzdem keine Menschentrauben vor den Türen. Snus (sprich: snüs) ist ein Art Kautabak, der entweder in kleinen Päckchen oder lose unter die Oberlippe geschoben wird. Es ist in Schweden durchaus üblich, dass es nur eine gemeinsame Toilette gibt. Und auch, wenn es mehrere gibt, sind sie oft sowohl für Frauen als auch für Männer.

Sollten Sie von Schweden nach Hause eingeladen werden, dann bitte pünktlich (weder zu spät noch zu früh) kommen und die Schuhe ausziehen. Alle Einladungen so um 19:00 Uhr rum bedeuten, dass es auch etwas zu Essen gibt. Es wird sich immer für das Essen bedankt, “tack för maten“ (sprich: tack för maten = vielen Dank für das Essen). Sollten Sie Ihren Gastgebern nach ein paar Tagen begegnen, dann sollten Sie sich nochmals “für damals“ bedanken: “tack för senast“. Übrigens heißt hier “Abendessen“ “middag“ und “Mittagessen“ heißt “lunsch“.


Herzlich Willkommen in Åmål!