Gut zu wissen


Sprache

Schwedisch und Deutsch sind sich sehr ähnlich. Das werden Sie merken, wenn Sie versuchen, Schwedisch zu lesen (noch im 17. Jahrhundert entsprach Schwedisch in weiten Teilen der damaligen norddeutschen Mundart, hat sich dann aber anders entwickelt). Leider ist es doch ganz schön schwer, die Gemeinsamkeiten beim Sprechen herauszuhören. Hier können Sie ein paar wichtige Wörter lernen und etwas über die Aussprache sowie den Umgang miteinander erfahren.

Ende der 60er Jahre wurde in Schweden das Siezen abgeschafft und seitdem reden sich alle per Vornamen und “du“ (sprich: dü) an. Das macht den Kontakt schon viel leichter und erklärt, warum Sie vielleicht auch auf Deutsch geduzt werden, wenn auch viele Schweden sehr gut Deutsch können und wissen, dass ab einem gewissen Alter gesiezt wird. In Schweden werden nur noch die Mitglieder der königlichen Familie gesiezt. Aber so oft werden Sie ihnen wohl nicht begegnen und wenn doch, dann können Sie ja auf Deutsch ausweichen. Insgesamt gibt man sich in Schweden wesentlich informeller als bei uns, was sich eben auch in der Sprache zeigt.

”Hej” (sprich: häj oder hai) ist die ganz übliche Anrede, wenn man jemanden begrüßen will, ein Geschäft betritt oder jemandem auf einem Spaziergang begegnet. ”Hej då” (sprich: häj do) heißt tschüß. “Guten Tag“ oder “Auf Wiedersehen“ gibt es auch auf Schwedisch, wird aber fast nie benutzt.

“Tack“ heißt “danke“ und “tack så mycket“ (sprich: tack so mücke) heißt “vielen Dank“. “Var så god“ (sprich: war scho gud) heißt “bitte schön“. Unser “bitte“, wenn man etwas haben möchte, gibt es in dieser Form nicht auf Schwedisch, sondern wird mit Hilfe von Konjunktiv und vielen unterschiedlichen Wörtern ausgedrückt. Behelfen Sie sich mit einem fröhlichen “tack så mycket“, wenn Sie das, was Sie ohne “bitte“ wollten, erhalten haben.

Smörrebröd (=Butterbrot) ist übrigens dänisch (Smørrebrød)und heißt auf Schwedisch “smörgås“ (sprich: smörgos). Wie Sie sicherlich schon gemerkt haben, ist es mit der Aussprache gar nicht so schwer. Wichtig nur, dass å = o ausgesprochen wird (gut zu merken an dem kleinen “o“ über dem “a“!), womit wir bei dem Namen unserer wunderbaren Stadt wären: Åmål (sprich: Omol)! “Skog“ heißt übrigens “Wald“. Das erklärt auch die Namen der Orte: Ånimskog, Edsleskog, Fröskog. Und “fors“ (sprich: “forsch“) ist eine Stromschnelle oder ein Wasserfall – Fengersfors.

Und: Die leckeren Fleischbällchen, die alle von IKEA kennen, heißen auf Schwedisch “köttbullar“ und werden “schöttbüllar“ ausgesprochen. Das “k“ wird also zum “sch“. So ist es immer mit dem “k“ vor “e, i, y, ä, ö“. Z.B. kyrka (schyrka) = Kirche, kedja (schedja) = Kette und käck (schäck) = keck. Zu guter Letzt: “ingen aning“ heißt – genau: “keine Ahnung“ ƒº


Wir wünschen viele nette Begegnungen in Åmål!